Atemmasken für Alle!

Es mag simpel klingen, aber meine Mutter näht aktuell Masken für Krankenhäuser, Altenheime und Pflegeeinrichtungen und ich finde Sie ist damit eine von vielen Alltagsheld*Innen in der aktuellen Situation. Sie näht unermüdlich und zeigt damit, was Soziale Courage bedeutet. Ich habe ein Interview mit ihr geführt, um euch das Projekt etwas näher zu bringen und um an diesem Beispiel zu zeigen, wieviel Engagement es aktuell in unserer Gesellschaft gibt!

Kannst du dich kurz vorstellen und beschreiben, was du gerade in Zeiten der Covid-19 Pandemie als Hilfeleisterin tust?

Mein Name ist Gabi Kah und ich nähe momentan zu Hause Mund-Nasen-Schutz Masken für die umliegenden Krankenhäuser und Seniorenheime.

Wie organisiert ihr das? Gibt es eine Organisation, die alle „Näher*Innen“ miteinander verbindet? Woher bekommt ihr euer Material?

Initiiert wurde es vom Willkommenskreis in Diez. Über diesen wird auch die Näharbeit im Prinzip koordiniert. Allerdings sprechen wir uns inzwischen unter uns Näherinnen ab und haben eine Art Kette gebildet. Es wird in verschiedenen Arbeitsschritten gearbeitet, das ist effektiver und wir können so mehr Masken herstellen. Das Material wird zum Teil von uns selbst besorgt, es gibt viele Privatspenden. Einige Heime und Krankenhäuser liefern aber auch schon vorgefertigtes Material an.

Wieviele Masken nähst du so am Tag und wo gehen die Masken hin/werden sie verteilt?

Im Schnitt fertige ich ca. 60 Masken pro Tag vor und gebe sie an die nächste Nähstation bzw an Christiane Beule vom Diezer Willkommenskreis weiter.

Hand auf’s Herz: Hast du noch Spaß an der Sache oder wird es langsam langweilig?

Noch macht es Spaß, vor allem weil man sieht, dass die Masken wirklich benötigt werden. Die Nachfrage ist enorm. Und wenn man jeden Tag zwei Stunden Zeit opfert dann ist das durchaus im Rahmen.

Wie leicht oder schwierig ist es aktuell an geeignete Materialien für das Nähen der Masken zu kommen?

Es gibt große Materialbeschaffungsprobleme im Bereich von Gummibändern und vor allem Nähgarn sowie Draht oder Pfeifenreinigern um die Masken im Nasenbereich anpassen zu können. Stoffe gibt es im Moment noch genug. Man hat das Gefühl, jeder liefert alles an, was er an 90 Grad waschbaren Baumwollstoffen entbehren kann.

Wie können Leute, die jetzt vielleicht Interesse bekommen haben, euch helfen? Gibt es ein/e Ansprechpartner*In?

Der Diezer Willkommenskreis gibt sicher gerne Auskunft.

Danke für dein tolles Engagement!

Vielen Dank, passt aufeinander auf!

Interview von Hanne Kah

Links: https://willkommenskreis-diez.de/

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